Garten-Tipps

Primel bedeckt mit Eis...

Langsam erwacht die Natur aus dem Winterschlaf. Die ersten Frühblüher zeigen sich, und Gartenfreunde können es kaum noch erwarten loszulegen. Ob im Garten, im Gewächshaus oder auf der Fensterbank, es gibt viel zu tun. Säen, pflanzen, umsetzen – das geht im Garten nur, wenn sich der Frost verabschiedet hat. Dann jedoch können Stauden von Frühblühern wie z. B. der Schlüsselblume bereits umgesetzt oder die ersten Obststräucher gepflanzt werden. Wer ein Gewächshaus hat, kann bereits mit der Aussaat von Gemüse beginnen. Bei mildem Wetter können bereits Möhren, Radieschen, Rettich, Petersilie, Spinat und Zwiebeln ausgesät werden (Aussaat im Gewächshaus oder im Frühbeet und mit Vlies oder Folie schützen) Wenn Sie einen Teil des Saatguts erst im März aussäen, dann verlängert sich die Erntezeit.

Wer sich schon jetzt über eine üppige Blütenpracht freuen möchte, kann sich einen blühenden Minigarten in der Wohnung anlegen. Vorgetriebene Frühlingsblumen, wie Tulpen und Hyazinthen sind ideal dafür geeignet. Draußen im Garten ist es zwar noch kalt und trüb, dennoch sollten Sie schon die baldige Vorkultur planen. Schon ab Januar können Sie erste Gemüse-Arten auf der Fensterbank vorziehen.

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Stauden, Ziergräser und Bauern-Hortensien beschneiden

Ende Februar können Sie die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände Ihrer Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Viele Hortensien tragen jetzt noch ihre alten, vertrockneten Blütenstände. Schneiden Sie diese oberhalb eines gesunden grünen Knospenpaars ab und beseitigen Sie bei der Gelegenheit auch gleich alle erfrorenen Triebe. Testen Sie die Vitalität und kratzen Sie die Rinde leicht mit dem Daumennagel an. Wenn das Gewebe darunter gelblich und trocken wirkt, ist der Zweig abgestorben. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lassen Sie es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

Sträucher schneiden

Der Februar ist der Monat des Gehölzschnitts. Sträucher und Bäume sind noch in Ruhe, lassen sich gut beschneiden, die Vögel suchen noch keine Nistgelegenheiten, und das Wachstum und damit die Wundverheilung sind nicht mehr weit hin. Schneiden Sie sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Sie mit dem Rückschnitt warten, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer.
Damit Wunden schnell wieder zuwachsen und um Faulstellen zu vermeiden, ist die richtige Schnittführung sehr wichtig. Geschnitten wird kurz über einer Knospe oder bei größeren Schnitten über einer Abzweigung. Die Knospe beziehungsweise der Zweig sorgt dafür, dass die Produkte der Photosynthese - die Assimilate - an der Wunde vorbeifließen und sich das Wundgewebe gut entwickelt. Bei falschem Schnitt verhindern tote Zweigstummel - die Zapfen - ein Überwallen der Wunde. Deshalb wird Totholz restlos entfernt. Diese Zapfen werden auch Kleiderhaken genannt, weil man regelmäßig daran hängen bleibt und die Kleidung reißt. Dies ist ein weiterer Grund, bei der Schnittführung sorgfältig zu sein. Bäume und Sträucher dürfen zum Schutz der Vögel nur bis Ende Februar gefällt oder entfernt werden.

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