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Rasenpflege mit System, der Teppich im grünen Wohnzimmer. Ein Rasen kann als Liegewiese dienen, Spielplatz für die Kinder sein oder eine beruhigende Fläche zwischen üppigen Blumenbeeten bilden. Doch eine große Erwartung sollte der Rasen immer erfüllen, nämlich gut und gesund aussehen.

Rasenpflege

Die Erfolgsfaktoren für einen schönen Rasenteppich sind, in der Rangfolge nach Priorität, das Saatgut, die Düngung, die Pflege und die Bodenbeschaffenheit. Erst dann wenn die Gräser dicht und gesund wachsen ist die Rasenfläche zum Entspannen, Spielen und Feiern optimal geeignet. Mit regelmäßigem Schnitt, optimaler Düngung und ausreichender Feuchtigkeit entwickelt sich Ihr Rasen zum widerstandsfähigen, sattgrünen „Outdoorteppich“.

Der Rasen im Garten ist nach dem Winter stark beansprucht. Er braucht jetzt viel Pflege, einen Schnitt und eine reichhaltige Pflegekur in Form von Gartenkalk und Dünger. Dann entwickelt sich bald wieder sattes Grün.

Raiffeisen-Markt Praxis-Tipps, wichtige Fragen und Antworten rund um die Rasenpflege:

Ab wann darf der Rasen im Frühjahr gemäht werden?
Das ist recht einfach, sobald er wieder wächst. Gut ist aber zunächst ein Schnitt auf niedrigster Stufe gefolgt vom Vertikutieren. Dabei wird abgestorbenes oder überflüssiges Material wie Moos zwischen den Gräsern entfernt. Sonst verfilzt die Fläche. Wichtig ist bei diesem ersten Mähen vor dem Vertikutieren, das Schnittgut nicht liegen zu lassen.

Braucht der Rasen auch eine Kalkgabe?
Ja, möglichst frühzeitig! Eigentlich hätte der Rasen diese Gabe schon im Winter bekommen sollen. Wer das noch nicht gemacht hat, sollte dies noch möglichst nachholen. Je früher das geschieht, desto besser. Der pH-Wert gibt den Säurewert im Boden an. Ein komplett neutraler Boden besitzt einen pH-Wert von 7. Liegt Ihr Bodenwert deutlich oberhalb dieses Wertes handelt es sich um einen alkalischen Boden und bei einem pH-Wert deutlich unterhalb von 7 um einem sauren Boden.
Wird dieser Wert bei Ihrem Rasen deutlich unterschritten, sind Mangelerscheinungen, unter anderem ist ein vermehrtes Auftreten von Moos, die Folge. Rasengräser bevorzugen einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,0 und bis zu 6,5 bei schweren Böden. Kalk bringt den pH-Wert des Bodens in den richtigen Bereich.
Gut ist, den Kalk vor Niederschlag auszubringen, so dass er vom Regen in den Boden gewaschen wird. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie hoch der pH-Wert Ihres Bodens ist, machen Sie lieber einen Bodentest. Um einen ersten Eindruck von der Bodenbeschaffenheit zu bekommen, sind sogenannte Schnelltests ein bewährtes Mittel. In unserem Sortiment finden Sie ein Schnelltest-Set der Firma „Neudorf“ mit dem Sie problemlos Bodenproben analysieren können.

Welche Dünger-Mischung ist nötig?
Die Nährstoffe des Düngers und die warmen Frühlingstemperaturen geben den Impuls zum Wachsen. Wir empfehlen für die Frühjahrdüngung stickstoffreichen Produkte, wie den Raiffeisen gartenkraft Rasendünger Mikroaktiv. Gedüngt wird an Tagen mit feuchter Witterung oder wenn Regen angekündigt ist, sonst verbrennen die hochkonzentrierten Granulate die Gräser. Es empfiehlt sich, die Düngergabe zu teilen und erst horizontal, dann vertikal die beiden Dosen auszuwerfen. So verteilt sich der Dünger besser und hässliche Streifenbildung wird vermieden.
Langzeitprodukte senken hier den Aufwand für den Gärtner, denn diese geben über einen Zeitraum drei bis vier Monate gleichmäßig Nährstoffe an den Boden ab. Das stärkt die Gräser, die so in der Lage sind, Unkraut und Moos stark zu unterdrücken. Wichtig ist im Gartenkalender vorzumerken, dass die zweite Düngung für Ende Juni bis Anfang Juli ansteht.

Belasteten Rasen sowie die Stellen im Schatten von Bäumen düngt man besser dreimal im Jahr mit einem Langzeitpräparat, etwa im April, Juni und August. Im Oktober kann eine vierte Düngung erfolgen, dann aber mit einem Produkt mit viel Kalium. Dieses bringt die Gräser gut über den Winter.

Vertikutiere ich besser mit der Harke oder dem Gerät?
Auf kleinen Flächen kann man dies mit einer Harke tun. Am besten zweimal über die Fläche gehen, einmal horizontal, einmal vertikal. Das ist harte Arbeit und anstrengend. Für größere Flächen empfiehlt sich daher auch, ein Vertikutiergerät zu mieten oder zu kaufen. Danach werden beanspruchte und kahle Stellen, wo oft viele Menschen laufen, noch extra belüftet. Hierzu wird mit einer Grabegabel alle fünf bis zehn Zentimeter in die Erde gestochen und leicht hin- und her bewegt. Dann wird eine Mischung aus Kompost und Sand mit einer Bürste in die Röhrchen im Boden, die entstanden sind, gegeben. Anschließend wird nachgesäet.

Kann ich einfach auf den bestehenden Rasen nachsäen?
Wichtig ist hierbei, die passende Saatgutmischung zu nehmen. Für schattigen Flächen Gräser einsetzen, die Schatten auch gut vertragen, oder robuste Pflanzen für Gebrauchsflächen. Wer bisher noch keine besonderen Gräser angepflanzt hat, kann auch auf Spezialmischungen umsteigen. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur einzelne Flecken passgenau nachgesäet werden. Besser ist es, auch auf die restliche Fläche noch ein paar Samen zu geben, um keine Übergänge entstehen zu lassen. Denn die Mischungen haben oft unterschiedliche Grüntöne und man sieht sonst den Fleck.

Blumenwiese statt Rasen?
Wer sich wenig um den Garten kümmern will, kann statt des Rasens eine Blumenwiese anpflanzen. Kräuter und Wildblumen zieren dann das Grundstück. Hobbygärtner müssen diese Fläche nur ein- bis zweimal im Jahr mähen. Außerdem sind dann weder Dünger noch Spritzmittel nötig. Die Zeit zwischen März und Mai eignet sich zur Aussaat. Je magerer und kalkhaltiger der Boden ist, desto mehr unterschiedliche Blumen können sich entfalten. Daher sollten Hobbygärtner nährstoffreiche und schwere Böden abmagern, indem sie Sand oder feinen Kies einbringen.

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