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Kompost, die Allzweckwaffe im Garten

Eigener Kompost ernährt nicht nur die Pflanzen sondern liefert auch Futter für die Bodenlebewesen. Dunkle Humusbestandteile verbessern bei mehrjähriger Anwendung auch sehr sandige, lehmige oder stark verdichtete Böden und sorgen für eine feinkrümelige, leicht zu bearbeitende Erde.

Grundsätzlich ist eine Kompostierung auch ohne spezielle Kompostbehälter möglich. Das Material wird dann locker aufeinandergeschichtet.

Kompost

Diese Form der Kompostierung braucht aber sehr viel mehr Platz und auch viel Zeit. Einfacher und schneller geht es mit fertigen Kompostbehältern. Unser Raiffeisen-Markt bietet Ihnen fertige Kompostbehälter in unterschiedlichen Größen und Varianten aus Holz, Kunststoff oder Metall an.

Ein optimaler Kompostplatz besteht aus mindestens zwei Behältern. Im ersten sammeln Sie alle Abfälle und setzen daraus im zweiten den Komposthaufen auf. Mischen Sie grobe Abfälle (Strauchschnitt) mit feinen (Rasenschnitt), feuchte (verdorbene Äpfel) mit trockenen (Herbstlaub) und nährstoffreiche (Gemüsereste) mit nährstoffarmen (Holzhäcksel). Sie dürfen die Abfälle nicht verdichten, denn Sauerstoffmangel lässt den Kompost verfaulen. Das Material zersetzt sich unvollständig und verströmt einen üblen Geruch.

Nach etwa drei Monaten können die halb verrotteten Abfälle umgesetzt werden. Sie werden dann entweder im selben Behälter umgeschichtet oder gegebenenfalls in einen anderen Behälter umgefüllt. Dieses Umsetzen fördert die Durchlüftung des Komposthaufens und führt dazu, dass sich sein Volumen noch einmal erheblich reduziert. Der frisch umgesetzte Kompost erreicht nach durchschnittlich sieben bis neun Monaten das sogenannte Reifestadium. Die meisten Bestandteile sind jetzt gut zersetzt und der dunkle Humus riecht nach Waldboden. Das anstrengende Umsetzen des Komposthaufens können Sie sich sparen, wenn Sie die Abfälle gleich sorgfältig aufsetzen und wie beschrieben mischen. Ohne Umsetzen bleiben in den Randbereichen des Komposthaufens oft schlecht zersetzte Reste zurück. Diese können Sie bei der nächsten Kompostierung wieder mit einarbeiten.

Raiffeisen-Markt Praxistipp:

Was darf auf den Kompost?
Alles was verrotten kann, das heißt alle organischen Stoffe aus dem Garten und aus der Küche (Küchenabfälle roh und ungesalzen), Pflanzen- und Blumenreste, verwelkte Blumen, Stauden, Topfpflanzen, Schnittblumen, Baumrinde, Ernterückstände, Obst- und Gemüseabfall, Kaffee- und Tee satz mit Filter, Federn, Haare, Wollreste, Stroh, Heu, Laub, Moos, Reisig, Rasenschnitt (angetrocknet), Unkraut ohne Samen, Wildkräuter (angewelkt), verbrauchte Erde (Balkonkasten- oder Blumentopferde), Hecken-, Strauch- und Baumschnitt, Kleintierstreu.

Was darf nicht auf dem Kompost?
Fette und Öle, Speisereste tierischen Ursprungs wie Fleisch, Käse, Knochen und Fischgräten sowie Backwaren gehören nicht auf den Kompost. Kohleasche sollten Sie mit dem Hausmüll entsorgen und Holzasche ist dort auch besser aufgehoben, da sie je nach Herkunft des Holzes hohe Schwermetallgehalte aufweisen kann. Hunde- und Katzenkot, Staubsaugerbeutel, Zeitschriften, Kehricht, Metall, Stein, Leder, Kunststoff und Verbundstoffe (Tetrapacks). Behandeltes Holz werden ebenfalls besser der Müllabfuhr überlassen. Das gilt auch für Pflanzenteile, die mit Krankheiten wie Feuerbrand oder Kohlhernie infiziert sind.

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