Inhaltsbereich: Rosenpflege

Die "Königin unter den Blumen" ist unbestritten die Rose. Geschätzt wird die Rose vor allem wegen ihrer charakteristischen üppigen Blüte. Die meisten Sorten zeigen diese ab Juni und blühen dann bis in den Spätsommer hinein. Rosen stellen aber auch hohe Ansprüche an ihren Besitzer. Gartenbesitzer wissen, dass kaum eine andere Pflanze so schwierig zu pflegen ist wie die Königin der Blumen.

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Falscher Standort fördert Pilzkrankheiten
Wer Freude an seinen Rosen haben will, muss ihre Ansprüche kennen. Der erste Fehler besteht darin, die Rosen an den falschen Standort zu setzen. Rosen lieben Licht und Luft. Sie brauchen viel Sonne, mögen aber auch Wind, damit die Blätter nach Regen oder Morgentau schnell abtrocknen. Bleiben die Blätter häufig feucht, entstehen Pilzkrankheiten wie Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau - ein leidiges Problem, das viele Rosengärtner kennen.
Achten Sie auch auf den richtigen Boden. Rosen lieben einen gehaltvollen Boden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7. Er soll ausreichend Wasser halten, aber auch den Wurzeln genügend Luft zur Verfügung stellen. Denn Rosen leiden besonders unter verdichteten Böden. Daher sollte man diesen tiefgründig lockern und vor der Pflanzung gut vorbereiten. Idealerweise sollte er lehmig und humusreich sein und Sandanteile enthalten. Schwere Böden können mit grobem Sand, leichte Böden mit Kompost und abgelagertem Mist verbessert werden.

Richtig gießen und düngen
Der Wasserbedarf von Rosen wird häufig überschätzt. Selbst bei großer Trockenheit genügt es, die Rosen ein- bis zweimal pro Woche ordentlich zu wässern. Der häufigste Fehler ist dabei, die Blätter nass werden zu lassen. Feuchte Rosenblätter sind krankheitsanfällig. Auch beim Düngen kann man einiges falsch machen. Um einer Überversorgung mit Nährstoffen zu vermeiden, werden die Pflanzen erst ab dem zweiten Jahr gedüngt. Den Boden kann der Hobbygärtner außerdem mit Hilfe eines Bodenaktivators verbessern. Dabei sollte man nur ein Produkt verwenden, das keine Sulfate enthält.
Grundsätzlich benötigen Rosen viele Nährstoffe. Allerdings dürfen sie nicht länger als bis Ende Juli/ Anfang August gedüngt werden damit die Zweige ausreichend verholzen können und im Winter nicht erfrieren. In der Regel wird eine Düngung in drei Stufen dreistufige empfohlen. Im März wird etwas Kompost auf dem Beet verteilt, Ende Mai und Ende Juli folgen je eine Düngung mit einem speziellen Rosendünger.

Fehlender Schnitt macht krankheitsanfällig
Insbesondere der zeitige Rückschnitt im Frühjahr ist unerlässlich. Doch auch während der Saison muss man vor allem an öfter blühenden Beet- und Edelrosen immer wieder die Gartenschere ansetzen. Für den Rückschnitt im Frühling gibt es eine einfache Faustregel. Mit einem simplen Schnitt-Tipp verringert man Blühpausen.
Beim Frühjahrsschnitt sollten alle geschädigten Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Je nach Rosensorte werden die verbliebenen Triebe ebenfalls gekürzt. Nach der ersten Blüte im Juni oder Juli erfolgt der Sommerschnitt, bei dem alles Verblühte entfernt wird. Ein guter Schnitt fördert nicht nur die Blüte, er verhindert auch Krankheiten, da ein weniger dichter Strauch nach Regenfällen besser abtrocknet.

Winterschutz nicht vergessen
Rosen sind frostanfällig und brauchen einen Winterschutz. Wer dies vergisst, hat im Folgejahr oft große Schäden zu beklagen, manchmal erfriert sogar die ganze Pflanze. Bewährt hat sich das so genannte Anhäufeln. Dazu gibt man lockere Erde, zum Beispiel Komposterde, rund um den Strauch und bildet bei jeder Rose einen etwa 15 bis 20 Zentimeter hohen Haufen rund um den Stamm.
Torf und Rindenmulch sollten nicht verwendet werden. Torf speichert zu viel Feuchte, Rindenmulch enthält zu viele Gerbstoffe und ist mühsam im Frühjahr zu entfernen. Dieser schützt die unteren Knospen, auch Augen genannt, vor dem Frost. Strauch- und Kletterrosen sowie Rosenstämmchen werden komplett eingepackt, und zwar mit Jute, Sackleinen oder Frostschutzvlies.

ADR-Rosen sind besonders widerstandsfähig
Bereits beim Rosenkauf können Sie viel für die Gesundheit Ihrer Rosen tun. So empfiehlt es sich, Rosen mit ADR-Prädikat zu kaufen. Hierbei ist trotzdem zu beachten, dass auch eine ADR-Rose sorgfältige Pflege braucht, um perfekt zu gedeihen

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